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Das Schweigen der Bilder

Stanley Kubrick und seine Filme

Kay Kirchmann
300 Seiten
14,90 Euro
ISBN 3-9806313-4-6
Stanley Kubrick gilt als einer der größten Visionäre des Kinos im 20. Jahrhundert. Seine großen Meisterwerke, von Spartacus bis hin zu Eyes Wide Shut, sind Meilensteine der Filmgeschichte, die seit jeher den Zuschauer in ihren Bann gezogen, gleichfalls aber schon immer kontroverse Auseinandersetzungen unter Cineasten hervorgerufen haben. Wie bei kaum einem zweiten Regisseur spaltet Kubricks Werk Publikum, Kritiker und Wissenschaftler in Bewunderer und Gegner. Gerade sein oft als kalt und intellektuell bezeichneter Zugang zu den großen Themen der Menschheitsgeschichte ist Gegenstand kritischer Auseinandersetzung mit einem Lebenswerk, dessen Faszination sich kaum jemand entziehen kann.

Kay Kirchmann, Dozent für Medienwissenschaft an der Universität von Konstanz, legt nun in stark überarbeiteter Fassung sein ersmals 1993 erschienenes Werk »Das Schweigen der Bilder« vor, das schon kurz nach Erscheinen als eine der profundesten und ausgewogensten Analysen des Werks von Stanley Kubrick angesehen wurde.

Kirchmann untersucht das Œuvre des Regisseurs vornehmlich anhand der Bedeutung von innerer Geschlossenheit der einzelnen Filme auf der einen Seite und ihrer gleichzeitigen Einbettung in einen weltanschaulichen Gesamtkontext auf der anderen. Gerade das Motiv des »Sehens« wird in »Das Schweigen der Bilder« zum Leitfaden, der sich durch das filmische Schaffen Kubricks spannt. Der Kanon der weiteren Motive, die Kirchmann in Kubricks Werk herausgreift, reicht von der Bedeutung der Symmetrie in Kubricks Bildsprache bis hin zu seiner Vorliebe für die Adaption literarischer Vorlagen. Hierbei gelingt es dem Autor aufzuzeigen, wie Kubrick sich literarische Texte zu eigen macht und sie zum elementaren Bestandteil jener zyklischen Struktur werden läßt, die das Gesamtwerk des Regisseurs letztendlich ausmacht.

Die vorliegende dritte, durchgesehene und erweiterte Auflage enthält neben Detailanalysen der beiden wohl wichtigsten Filme, 2001: A Space Odyssey und A Clockwork Orange, eine ausführliche Auseinandersetzung mit Kubricks letztem Film Eyes Wide Shut, Ergänzendes zu Kubricks fotografischem und dokumentarischem Frühwerk sowie einen Prolog des Kulturphilosophen Boris Groys, Rektor der Akademie der bildenden Künste Wien.

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