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»Jud Süß« - Propagandafilm im NS-Staat

Im Auftrag des Propagandaministers Joseph Goebbels entstand 1940 der Spielfilm Jud Süß unter der Regie von Veit Harlan. Der Film zielte bewußt auf antisemitische Ressentiments und bediente sich dazu der historischen Figur Joseph Süß Oppenheimer, der 1738 in Stuttgart hingerichtet wurde. Als Vorbehaltsfilm darf Jud Süß heute nur in geschlossenen Veranstaltungen mit didaktischer Begleitung vorgeführt werden.

Die Sonderausstellung, vom 14. Dezember 2007 bis 3. August 2008, im Haus der Geschichte zeigt die Machart von Veit Harlans Werk und die Macht des Mediums Film als einem wichtigen Propagandamittel im Nationalsozialismus. Sie erhellt zudem die Auswirkungen auf die Wahrnehmung der historischen Figur Süß Oppenheimer. Schließlich werden in der Ausstellung auch unmittelbare Folgen der Filmvorführungen in den Jahren 1940/41 dokumentiert. Dazu präsentieren sechs Abteilungen eine Sequenz des NS-Films und spiegeln diese jeweils in historischen Dokumenten. Eine Katalogpublikation und ein vertiefendes Veranstaltungsprogramm begleiten die Ausstellung.
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Termin

14.12.07 — 3.8.08
 
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