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NaturVision

Die Abenteuer der Eisbärenkinder, Rüsselhündchen und hypnotisierten Haie: Film ab bei »NaturVision«

7. Internationales Neuschönauer Filmfestival präsentiert vom 24. bis 27. Juli 2008 beste Tier- und Naturdokumentarfilme – Festivaltage voller Abenteuer, Unterhaltung und Information erwarten die Natur- und Tierfilmfans.

»Wenn sich dann 200 Kilo direkt neben dich setzen und anschauen, da hat man das Gefühl, man blickt in die Augen seiner Vorfahren«, beschreibt Tierfilmer Andreas Kieling einen verzaubernden Moment seiner Dreharbeiten über Berggorillas. Genau diese ungewöhnlichen Einblicke in das Leben unserer Mitgeschöpfe versprechen die »NaturVision«-Filmbeiträge. Inzwischen im siebten Jahr findet das in Deutschland einzigartige und international renommierte Festival für Tier- und Naturfilmdokumentationen im Bayerischen Wald statt, vom 24. bis 27. Juli. Erstmals hat der NP Bayerischer Wald die Trägerschaft und Kernfinanzierung für »NaturVision« übernommen und ermöglicht damit das Weiterbestehen des Festivals. Für vier Tage wandelt sich die Gemeinde Neuschönau am Tor zum Nationalpark Bayerischer Wald in einen Anziehungspunkt für Filmschaffende, Medien- und Kulturleute und natürlich für all diejenigen, die ein Herz haben für die Tiere und die Natur. Herzstück des Filmfestivals ist der Wettbewerb, bei dem aus jährlich rund 150 Einreichungen aus aller Welt 30 ausgewählte Filme gezeigt werden. Als gesellschaftlicher Höhepunkt findet die feierliche Preisverleihung in zehn Kategorien statt. Auch ein Publikumspreis wird vergeben. Heuer ist der Preis »Bester Deutscher Film« mit 3000 Euro ausgestattet, gestiftet von der LfA Förderbank Bayern; für den »Filmpreis Bayern« gibt es 2000 Euro, gestiftet vom FilmFernsehFonds Bayern.

Das Abenteuer der Eisbärenkinder wird am Donnerstagabend das Festival eröffnen. In anrührenden und seltenen Aufnahmen berichtet Thomas Behrend aus dem Leben kleiner Eisbären-Drillinge und einer neugeborenen Ringelrobbe. Neueste Kameratechnologien ermöglichen Einsichten in eine Unterwasserwelt, die kaum jemand zuvor gesehen hat: die Welt des urtümlichen Eishais und der Belugawale. Der vielfach ausgezeichnete Hamburger Filmemacher kommt zur Eröffnung.

Auch das Schicksal über die Rückkehr der Moschusochsen oder die drolligen Kapriolen der Kobolde des Küstenwaldes werden, wie die anderen Beiträge auch, die Besucher in den Bann ziehen.

Einen der diesjährigen Höhepunkte verrät Festivalleiter Ralph Thoms vorab: »Wir werden uns fachlich-kritisch mit dem Phänomen ›Verwaistes Eisbärbaby erobert die Herzen‹ beschäftigen.« Zur Podiumsdiskussion über »Flocke« und das Wild-/Raubtiermanagement in Zoo und Nationalpark erwarten die Macher von NaturVision Helmut Mägdefrau, stv. Direktor des Zoo Nürnberg, sowie Karl Friedrich Sinner, Leiter des NP Bayerischer Wald. Zudem sollen Udo Zimmermann vom Bayerischen Fernsehen (er dreht eine Dokumentation über Nürnbergs kultiges Bärenmädchen) und weitere Vertreter der Medien ihren spezifischen Blickwinkel über das Phänomen verdeutlichen. Weiterhin wird im Begleitprogramm auf bereits traditionelle Info-Schmankerl gesetzt wie hochkarätige Vorträge, Podiumsdiskussionen und das beliebte Get-together der Filmemacher in der Bärnlochhütte. Lukas Laux wird über die Ergebnisse des Internationalen Wildniscamps am Falkenstein-Länderhütten berichten, in dem sich Jugendliche aktiv mit den Schwerpunktthemen Schutz der Wälder, Schutzgebiete, Erhaltung der pflanzen- und tiergenetischen Vielfalt auseinandergesetzt haben. Hinzu kommt ein Programm für Schulklassen, das parallel zum Festival angeboten wird. Dabei sollen Filmemacher von Ihrer Arbeit berichten. Auch das neue Gesicht der Kindersendung Löwenzahn, Fritz Fuchs (Guido Hammesfahr), konnte man für dieses Programm gewinnen.

Ausklingen werden die vier Festivaltage am Sonntagabend im urromantischen Waldkino mit der abenteuerlichen Multivisionsshow »Planet der Wälder« von Markus Mauthe, als Fotograf im Auftrag von Greenpeace unterwegs in den Regenwäldern Amazoniens, Afrikas und Asiens.

Das Hauptanliegen der Festivalmacher ist das Engagement für die bessere Beziehung von Mensch und Natur. Die Besucher, ob Einheimische oder Touristen, ob Junge oder Alte, ob Fachleute oder Filmfans – sie alle können sich im herrlichen Ambiente des Neuschönauer Hans-Eisenmann-Hauses (HEH) vom Gelingen des Festivalgeschehens überzeugen.
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Termin

24. — 27.7.08
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