Ungarische Filme der 60er und 70er Jahre im Kölner Filmhaus
Erst jüngst zeigte die »39. Ungarische Filmwoche« in Budapest die Leichtigkeit und Eleganz, mit der sich das zeitgenössische ungarische Kino sowohl im Genre- als auch im Autorenfilm bewährt. Nach einer längeren Zeit der Rezession erkämpft sich Ungarn erneut einen Ruf als Filmland. Intelligente, eigenwillige Filme wie der 2003 erschienene
Kontroll beweisen, dass es kein Kampf gegen Windmühlen ist. Die Bemühungen um eine Re-Etablierung sind umso bedeutender, da Ungarn auf eine große kinematografische Vergangenheit zurückblicken kann.
In einer Retrospektive im Kölner Filmhaus werden realistische Produktionen der 1960er und -70er gezeigt. Eindringlich und ästhetisch anspruchsvoll setzen sie die nationale Vergangenheit in Szene und üben selbstreflexiv Kritik an der sozialen Wirklichkeit Ungarns.
Ein besonderes Highlight in dieser Reihe ist der preisgekrönte Film
Feuerwehrgasse 25 (
Tüzolto Ucta 25), der den Mikrokosmos in einem abrissgefährdeten Mietshaus gekonnt in Szene setzt. Zu sehen am 31.10.2008 um 20:00 Uhr im Kölner Filmhaus.
Termine:
20.10.
Liebe (
Szerelem)
21.10.
Toter Ort (
Holt Videk)
22.10.
Kalte Tage (
Hideg Napok)
27.10.
Männer in der Todesschanze (
Szegenylegenyek)
28.10.
Der Sack (
Hogy Szaladnak a Fak)
29.10.
Das Fünfte Siegel (
Az Ötödik Pecset)
31.10.
Feuerwehrgasse 25 (
Tüzolto Ucta 25)
Filmbeginn ist jeweils 20:00 Uhr