On the road
Von Katja Spranz
Das allergische Muttersöhnchen Frank (niedlich und tolpatschig: Fabian Busch) trifft auf den südländischen Draufgänger Marc (harte Schale, weicher Kern: Stipe Erceg). Frank hat ein buntes Handy mit einem oberpeinlichen Klingelton. Dann gibt es in dem Film noch ein Monstrum von Wohnmobil, nervige Verwandte und den Traum von einer Tour »in die Wüste«. Der paddelige Frank fährt ein Motorrad um, das dem Bösewicht Marc gehört, der kurzerhand Junge und Camper kidnappt.
»On the road« beginnt eine wunderbare Männerfreundschaft. Sie begegnen dubiosen Gestalten und geheimnisvollen Frauen. Ein Beispiel: Mitten in der Pampa steht eine Art Bad Segeberg mit Saloon, in dem zwielichtige Cowboys unsere Helden an die Kandare nehmen wollen. Vielleicht könnte man denken: Das ist alles ganz schön daneben. Mag sein, aber die Geschichte ist amüsant und Fabian Busch als Kleindoofi eine wahre Augenweide.
Das Ziel der abenteuerlichen Mission: den Vater von Marc in Marokko aufzusuchen und mit ihm eine »Oasen-Sache« zu klären. Die Pläne gehen natürlich alle den Bach runter. Die Probleme bleiben ungelöst, die Oase ist eher eine Fata Morgana, und die erste Liebe von »Frankie« kehrt zu ihrem alten Lover zurück. Aber die Reise hat natürlich in allen Beteiligten Spuren hinterlassen. Zu Hause ist es halt doch ganz schön. Schon der kleine Tiger und der kleine Bär haben es erlebt: »Sie sind am Ziel und tanzen vor Freude. Glücklich, nun nie mehr fortgehen zu müssen, legen sie sich ein Plüschsofa zu und leben friedlich, ohne sich vor etwas fürchten zu müssen, im Land ihrer Träume.«